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Ski

Schon vor der Gründung des Sportclubs gab es in Weißbach viele begeisterte gute Skifahrer und Skispringer. Einige waren zu dieser Zeit Mitglied beim SC Inzell, da sie an Wettkämpfen teilnahmen und dafür eine Vereinszugehörigkeit notwendig war.



Ski Alpin



Noch im Gründungsjahr 1954 fand der erste Abfahrtslauf von der Eckart-Alm statt. 80 Teilnehmer, die sich damals die Piste noch selbst eintreten mussten, fuhren die ca. 2 km lange Abfahrt hinunter. Tagesbestzeit fuhr Martin Gollinger aus Weißbach. Unter die ersten Drei der verschiedenen Klassen kamen außerdem Adelheid Gollinger, Adi Hirschbichler, Simon Holzner, Josef Eicher, Josef Gollinger, Heinrich Gollinger, Martin Holzner und Alois Gumbel. In den folgenden Jahren wurde das Rennen regelmäßig durchgeführt.

1956 fand der erste „Slalom um den Springenden Hirsch“ in Weißbach am Öderbauerhang statt. Die Austragung der Chiemgaumeisterschaft im Slalom, Riesenslalom und Abfahrt sowie der Kombinationswertung von der Eckhart-Alm im Jahre 1958 bedeutete für den noch jungen Verein eine große Anerkennung. Bester Weißbacher war Martin Gollinger als Dritter im Riesenslalom. Außerdem gab es mehrere Platzierungen unter den ersten Zehn. Das jährlich veranstaltete Rennen wurde nach einer 7-jährigen Unterbrechung 1986 wieder durchgeführt und ins Heutal verlegt. Gleichzeitig wurde beim Rennen um den Springenden Hirsch wieder die Chiemgaumeisterschaft ausgetragen. Der erste Sieger war damals Sepp Nagel aus Schleching. Der prominenteste Teilnehmer und mehrfache Gewinner des „Springenden Hirsches“ war der Olympia-Vierte von Sapporo Alfred Hagn. In die Siegerliste konnte sich Hermann Wellinger als einziger Weißbacher dreimal eintragen. Wegen zu geringer Teilnehmerzahl wurde der Springende Hirsch 2006 zum letzten Mal durchgeführt.

Als 1967 der Öderbauerlift und 1968 der Bichlerlift durch die Liftgenossenschaft gebaut wurden, konnte ein regelmäßiges Training durchgeführt werden. Auch ein Trockentraining in der Weißbacher Schulturnhalle wurde bis zur Gebietsreform angeboten. Bis 1993 arbeiteten mehrere sehr engagierte Mitglieder als Trainer im Nachwuchsbereich, danach wurde eine Trainingsgemeinschaft mit dem SC Inzell gegründet. Nach langjähriger Pause wurde im Winter 2010/2011 wurde wieder regelmäßiges SKI-Training am Bichlerlift angeboten. Das Training wurde von den Vereinsmitgliedern Corinna Schmiedberger, Robert Öttl und Peter Steinbacher jun. geleitet.


Theresa Aicher, Zwergerl-Rennen 1997
 

Seit der SC-Gründung fanden in Weißbach einmal jährlich, soweit es die Schneelage zuließ, die Clubmeisterschaft und der Kinderskitag alpin, jetzt Zwergerlrennen statt, in früheren Jahren am Öderbauerhang, später am Öderbauerlift und dann am Bichler-Lift. Im Wechsel mit dem SC Jettenberg wird seit 1981 die Schneizlreuther Gemeindemeisterschaft für Kinder und Schüler sowie seit 2010 auch für Erwachsene ausgetragen. Mit zahlreicher Beteiligung der umliegenden Vereine konnte in der Wintersaison 2009/2010 ein Zwergerlrennen veranstaltet werden. Aufgrund mangelnder Schneeverhältnisse musste die Veranstaltung ausfallen.


Gemeindemeisterschaft 2004


Um eine Abwechslung ins Vereinsleben zu bringen, organisierte die Abteilung SKI 1996 das so genannte Bigfoot-Rennen. Über 80 Starter meisterten den Riesenslalom mit Sprung und Steilwandkurve auf den ca. 75 cm langen Skiern. Beim siebten Rennen in diesem Jahr waren 170 Läufer am Start. Das anschließende „Bigfoot-Fest“ im Après-Zelt stellt nicht nur für die Teilnehmer den Höhepunkt des Winters dar. Im Winter 2010/2011 konnte in Zusammenarbeit mit dem Trachtenverein ein Snow-Fight mit vier Disziplinen ausgetragen werden.


Snow-Fight 2011




Skisprung







Schon nach Kriegsende wurde in Weißbach Ski gesprungen. Auch noch nach Gründung des Vereins trainierten die Springer auf der selbst gebauten Schanze am Öderbauerhang. Bei den Springen in Weißbach, Reit im Winkl, Ruhpolding, Inzell oder in Unken waren sie mit guten Platzierungen vertreten. Im Laufe der Jahre wechselten viele dann zu den "Alpinen" über.


Schanze am Öderbauerhand








Langlauf



1981 wurde die erste Clubmeisterschaft im Langlauf durchgeführt. Der SC Weißbach war Veranstalter einiger Chiemgau-Schüler-Cup-Rennen und des Weißbachlaufes, bei denen unser Nachwuchs teilnahm. Kurzzeitig wurde 1991 sogar ein Biathlontraining angeboten.

Lange Jahre wurde die Loipe von Sepp Öttl gepflegt bis Anfang der 90er Jahre das vereinseigene Spurgerät den Geist aufgab. Nur mit großem Aufwand konnte die Loipenpflege mit einem gemieteten Spurgerät durch die Gemeinde weitergeführt werden.

Erst als Anfang 2000 für den Skilift eine neue Pistenraupe mit Fräse angeschafft wurde, konnte wieder eine Loipe, mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, gespurt werden. Seit 2003 findet wieder eine Langlaufclubmeisterschaft mit Kombinationswertung Alpin statt.



Aktive des SC Weißbach


Paul Bauregger, der für den SC Inzell startete, wurde 1952 Deutscher Jugendmeister im Skispringen. Kurz nachdem er zum SC Weißbach wechselte, musste er seine Karriere nach einer schweren Verletzung beenden. Einige Sportler, die kurz nach Vereinsgründung bei alpinen Wettbewerben und Springen gute Platzierungen für den SC Weißbach errangen, waren: Helmut Alt, Hermann Bauregger, Paul Bauregger, Jakob Dumberger, Josef Eicher, Josef Gollinger, Martin Gollinger, Georg Holzner, Martin Holzner, Simon Holzner, Herbert Hochhäusler, Adi Hirschbichler, Fritz Maier, Theo Pletschacher, Franz Schmuck, Adi Steinbacher, Gottfried Zach, Rupert Zach.

In späteren Jahren hatte der SC Weißbach bei den "Alpinen" einige Aktive, die auch auf Gauebene gute Platzierungen erreichten. Ein paar wenige, wie z. B. Georg Dumberger, Martin Gollinger, Georg Steinbacher und Peter Steinbacher jun. schafften eine Teilnahme bei bayerischen und deutschen Meisterschaften sowie bei internationalen Rennen.



Herrmann Wellinger 1987
 

Erfolgreichster Sportler des SC Weißbach war Hermann Wellinger. 1972 startete er als 8jähriger bei der alpinen Chiemgaumeisterschaft und belegte den 2. Platz im Slalom und Riesenslalom. In den folgenden Jahren wurde er mehrmals Chiemgaumeister, 2 x Bayerischer und 2 x Deutscher Schülermeister. 1976 belegte er bei den Schülereuropameisterschaften in der Schweiz den 1. und 2. Platz. 1982 konnte er bei den Juniorenweltmeisterschaften einen 17. Platz in der Abfahrt erreichen.

1986 wurde er Bayerischer Vizemeister im Slalom und Riesenslalom und konnte sich somit den Titel in der Kombination sichern. Er wurde dafür mit dem „Silbernen Ski“ des Bayerischen Skiverbandes ausgezeichnet.

1989 holte er sich den Bayerischen Meistertitel im Riesenslalom und wurde im Slalom Zweiter.

Bei Polizeiwettkämpfen wurde er zweimal Deutscher Polizeimeister und belegte bei den Europäischen Polizeimeisterschaften 1989 Platz 1 und 2.

1988 schaffte er dann den Sprung in den B-Kader der Deutschen Nationalmannschaft. Er gewann mehrere internationale Rennen und belegte einige Plätze unter den ersten 10 bei Europacuprennen. Bei seinen zwei Weltcupeinsätzen im Riesenslalom verfehlte er durch die Plätze 32 und 34 die Qualifikation für den zweiten Durchgang nur knapp. Er beendete seine Rennsport-Karriere 1990 mit Rang 62 der Weltrangliste im Riesenslalom und Platz 85 im Slalom. 1995 wurde er noch Vizeweltmeister der Senioren im Slalom und im Jahr 2000 Internationaler Deutscher Carvingmeister.

Die 2011 neu gewählten Abteilungsleiter Peter Steinbacher jun. und Michael Kaindl freuen sich auf die bevorstehenden Aufgaben und hoffen auf eine verletzungsfreie und erfolgreiche Saison 2011/2012

Mit sportlichen Gruß


Peter Steinbbacher jun.
1. Abteilungsleiter


Michael Kaindl
2. Abteilungsleiter